Die Insel Capraia, auch erwähnt in „Casa sul mare“, dem berühmten Gedicht von Eugenio Montale, ist die einzige vulkanische Insel des Archipels und die drittgrößte in der Fläche. Sie entstand vor etwa neun Millionen Jahren, und die eindrucksvollen roten Felsen zeugen von den ursprünglichen Vulkanausbrüchen. Die Insel ist von mediterraner Macchia bedeckt und heute Zentrum des „Wal-Schutzgebiets“, eingebettet im größten Meeresschutzgebiet Europas. Sie ist eine eigenständige Gemeinde in der Provinz Livorno und hat etwa dreihundert Einwohner, die in einem gut gepflegten Ortskern mit charakteristischen Gassen und sanft abfallenden Straßen leben.
Es gibt auch einen Hafen, natürlich, und hier befindet sich eine kleine Marina, die über eine befahrbare Provinzstraße und eine napoleonische Panoramastraße, die nur zu Fuß passierbar ist, mit dem Dorf verbunden ist. Doch das wahre Juwel der Insel ist die Küste, geprägt von Buchten und Klippen, die vom kristallklaren Meer umspült werden. Die Cala della Mortola ist nur mit dem Boot erreichbar, während andere Buchten, wie z. B. die Cala dello Zurletto, sowohl über das Meer als auch über Land zugänglich sind. Die Cala Rossa hingegen ist das Überbleibsel eines alten Vulkankegels. An diesem Ort erlebt man den beeindruckendsten Kontrast der ganzen Insel: blutrote Felsen, die sich im kristallklaren Wasser spiegeln! Wer die wildere Seite der Insel kennenlernen möchte, sollte unbedingt den Westhang besuchen. Hier erwartet Sie ein majestätisches Naturschauspiel: vom Wind geformte Klippen, vom Meer umspült, mit einer geheimnisvollen Höhle mit zwei Eingängen – nur einige der Wunder, die Sie dort entdecken werden!
Diese Insel ist zweifellos ein Paradies für Taucher – und nicht nur für sie. Klare Meeresböden, kristallklares Wasser und zahlreiche Fischarten: vom Stint bis zum Karabinerfisch, vom Zahnbrassen bis zur Dentex, Zackenbarsche, Sarben, Skorpionsfische, Goldmakrelen, Thunfische, Ba